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Biker trotzten dem miesen Wetter

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Kölnische Rundschau + 09.06.2009

Biker trotzten dem miesen Wetter

Da wurde es selbst den heißesten Feuerstühlen zu nass: Mit knapp 500 Teilnehmern blieb die Zahl der erwarteten Motorradfahrer bei der Prozessionsfahrt zum 6. offenen Biker-Gottesdienst der Bundespolizei weit unter denen der Vorjahre

Redakteur:Thomas Heinemann

So manch kurzentschlossener Fahrer war in den vergangenen Jahren dank des guten Wetters noch kurz vorher zur Prozession dazugekommen“, erklärte Jens Flören, Pressesprecher der Bundespolizei. Zuletzt hatten sich mehr als 1400 Fahrer von Motorrädern und Quads von der Bundesgrenzschutzstraße durch Hangelar, Sankt Augustin-Ort und Mülldorf zur St. Martinus-Kirche nach Niederpleis bewegt.

Doch das Wetter war in diesem Jahr nicht gnädig mit den Bikern: Es regnete ununterbrochen sprichwörtliche Bindfäden. Den hartgesottenen Fahrern verhagelte es dennoch nicht das Gemüt. Zum einen wurde mit der Fahrt der sieben im vergangenen Jahr im Dienst getöteten Polizeibeamten sowie der 800 tödlich verunglückten Motorradfahrer in Deutschland gedacht. Zum anderen sammelten die Bundespolizei-Biker Spenden für das Projekt KIKK „Kunst im Krankenhaus – und Kinderclown im Krankenhaus“, das schwer kranken Kindern den Krankenhausalltag etwas verschönern will. Und beides tröstete über den Regen spürbar hinweg und brachte immerhin einen Spendenbetrag von 3800 Euro zusammen.

Initiiert wurde die Aktion von der Bundespolizei-Seelsorge, die damit an die Gefahren für Beamte und Motorradfahrer erinnern wollte. Längst sind mit jedem weiteren Treffen beim gleichzeitigem Biker-Camp Freundschaften gewachsen, die für Motorradfahrer aus ganz Deutschland die Anreise lohnenswert macht. Auch Motorradpolizeistaffeln aus den Niederlanden und Frankreich sowie zum ersten Mal auch aus Luxemburg kamen zur Traditionsfahrt. „Die Stimmung hier in Hangelar und beim Biker-Camp ist eben einfach spitze. Ich komme seit Jahren hierher, egal wie das Wetter werden soll“, betonte etwa Björn Thiel aus dem 550 Kilometer entfernten Erding.

Gemeinsam mit Patrick Zink aus Landshut und Lars Berger aus Dresden machten sie das Beste aus ihrem Besuch in Hangelar – und trockneten ihre Handschuhe am Abend mit Stöcken am Lagerfeuer gemeinsam mit 300 Leidensgenossen im komplett ausgebuchten Biker-Camp am Fluglatz. Feuerwehr und Schützen hatten dort die Bewirtung der Zeltstadt mit ihrem Bühnen- und Infoprogramm übernommen. Auch für alle, die nicht selbst Motorrad fahren, hatte das Wochenende in Hangelar einiges zu bieten. Der Werbekreis Hangelar hatte die aus Funk und Fernsehen bekannte Motorradstaffel aus Hamburg auf die Kölnstraße geholt. Zwi-schen Richthofen-Kreisel und der Udetstraße zeigten die Hanseaten auf ihren historischen BMW R 50 Maschinen Kunststücke wie Pyramiden, Fahrtricks und waghalsige Balanceakte.

Hier zum Original-Artikel ➥– Quelle: http://www.rundschau-online.de/11657928 ©2016